Ein schwarz-bunter Abend hat die Besucher in der vollbesetzten St. Kilian Halle Helmern begeistert. Landsatiriker Udo Reineke erläuterte ausführlich, was das Landleben so „Besonders“ macht. Aus alten Zeiten wurde über die Hausschlachtung berichtet sowie über die Miste im Dorf und alles was die Viehhaltung im Dorf so mit sich brachte.
Helmern, als Ort mit Kunst wurde kritisch – aber auch liebevoll – betrachtet nach dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“. Schnell wurde klar, dass der Kabarettist es auf die Lachmuskeln abgesehen hatte und dies mit vollem Erfolg. Letztlich bedankte sich Vorsitzender Matthias Gockeln für den gelungenen Auftritt und überreichtet als Andenken an den lustigen Sommerabend ein graviertes Holzbrettchen mit heimischer Mettwurst.
Als Dank gab es von Udo Reineke noch eine Zugabe – nach der Art von Namensvetter Udo Jürgens – im weißen Bademantel.
Infos zu Udo Reineke
Udo Reineke ist seit Jahren Texteschreiber und Aktivist beim Landkabarett „die Präservative Liste“ macht Tiefgründiges Lustiges und Nachdenkliches für den WDR im Radio und ist mit seinen Soloprogrammen im Kreis Höxter, Sauerland und Nordhessen unterwegs.
Der Dorfaktivist und Landkenner wagt einen Rundumschlag zur aktuellen Situation im strukturschwachen Raum. Dabei hat ein Leben in der Provinz in Krisenzeiten nix als Vorteile. Schließlich muss einen das Schicksal im Kreis Höxter erstmal finden.
War früher ein Schittstorm lediglich ein traditionelles Wort für Güllefahren, so ist es heute das Lebensrezept und Scheißegalgefühl für alles, was nach Corona, Krieg und Klimawandel noch auf uns zukommen könnte. Nur wer das Leben und Wohnen auf dem Dorf kennt, weiß was Schittstorm wirklich bedeutet.
Als Bauernjunge aus der Börde war Udo Reineke selbst bei Hausschlachtungen dabei. Sein Vater hat ihn schon früh mit auf Jagd genommen und trotzdem ist er bis heute ein guter Mensch geblieben. Aufgewachsen unter Menschen ohne jeden Migrationshintergrund plaudert und reimt er über den ganz normalen Wahnsinn des Dorflebens überhaupt.
Kleinkunst: regional, naturbelassen, artgerecht und ohne Geschmacksverstärker.
